Pfäffikon PDF Drucken E-Mail

Schon im ersten Jahrtausend schlossen sich die Bewohner der damaligen Siedlungen zu Gemeinschaften zusammen, die miteinander Wald und Feld nutzten. Für die Region am oberen Zürichsee belegen im ausgehenden 13. Jahrhundert schriftliche Dokumente die genossenschaftliche Nutzung von Wald und Weide. Die Dorfgenossen von Pfäffikon waren die wichtigste Siedlergruppe. Ihnen schlossen sich bis ins 17. Jahrhundert  die Leute von Hurden und jene am Nordhang des Etzels an. Die ältesten Satzungen der Genosssame Pfäffikon (heute Korporation Pfäffikon genannt) dürften im 15. Jahrhundert entstanden sein, ihre Überlieferung setzt allerdings erst 1603 ein. Solange die Mehrheit der Bewohner und Bewohnerinnen dieser Region von der Landwirtschaft lebten, hatte eine solche Mitgliedschaft eine unmittelbare Auswirkung auf die Einkommenssituation. Seit je übernahm ein Mitglied neben den Rechten auch Pflichten und konnte zu Frondienst in Feld und Wald herangezogen werden.

Waldungen und offenes Land waren das Genossengut. Dazu spielten die sogenannten offenen Plätze und der Anteil an der Seehab eine Rolle. Die Waldungen der Korporation befinden sich am Nordhang des Etzels.

Im Jahre 1895 begann die Korporation, Quellen zu fassen und dem Dorf Pfäffikon als Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Diese Aufgabe ist stetig gewachsen. Heute versorgt das Wasserwerk der Korporation Pfäffikon die Dörfer Pfäffikon, Hurden und Freienbach.

Nach wie vor betreut die Korporation die drei Bereiche Land, Wald und Wasser. Daneben erhielten seit der 2. Hälfte 20. Jahrhundert die Geschäftsbereiche Bauten und Liegenschaften sowie Bootsplätze wachsende Bedeutung. An der Mitgliederversammlung am 1. Sonntag im Monat Mai bestimmen die Mitglieder über die Geschäfte der Korporation.
Quelle: www.8808.ch

 


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